Praxisbeispiel Medizinsoftware – Sicherer Umgang mit Patientendaten

Für einen internationalen Pharmahersteller betreuen wir eine Plattform zur Verbesserung der Therapietreue für ein bestimmtes Medikament und sorgen für den sicheren Umgang mit Patientendaten.

von Klaus Mueller

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Bei der Verbesserung der Therapietreue von Patienten können Apps einen wichtigen Beitrag leisten. Um jedem Patienten dabei gerecht werden zu können, braucht es Zugriff auf die individuellen Gesundheitsdaten. Die aber sind ein sensibles Gut und vom Gesetzgeber besonders geschützt.

Im aktuellen Projekt betreuen wir eine Plattform für ein internationales Pharmaunternehmen, das damit die Therapietreue für ein Medikament verbessern will, das vom Patienten selbst injiziert wird. Als IaaS-Provider übernehmen wir den Managed-Service und damit verschiedene Betriebs- und Deploymentprozesse und sorgen für die gesetzeskonforme Speicherung und Bearbeitung der Patientendaten.

Als Sonderfall ist hier zusätzlich ein Device für die Injektion des Präparats eingebunden, das Daten (was, wann, wie) speichert. Weitere Daten, wie z.B. die Einstichstelle, können zusätzlich angegeben werden. Alle Informationen werden dann per Bluetooth ans Smartphone oder per USB an den PC und von dort ins Patiententagebuch übertragen.

Die Anwendungen auf dem Device selbst sowie auf dem Schnittstellen-PC oder -Smartphone sind bewusst einfach gehalten. Die wichtigen Patientendaten liegen auf einem Server in der Cloud. Dort sind sie für den Patienten und den behandelnden Arzt einzusehen – aber nicht für den Hersteller. So wie es der Gesetzgeber vorschreibt. Wir übernehmen dabei die Rolle des Datentreuhänders. Für den amerikanischen Markt werden die strengen amerikanischen Anforderungen nach HIPAA eingehalten.