Health Games zur Steigerung der Adhärenz im therapeutischen Umfeld

Spielend gesund – das große Potenzial von Serious Games im Gesundheitsmarkt

von Michael Grüterich

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Spieldesignelemente und Spielelemente in spielfremdem Kontext nutzen – das ist es, was Serious Games tun. Im Gesundheitsmarkt auch als "Health Games" bezeichnet, tragen sie dazu bei, dass sich in der Medizin völlig neue Möglichkeiten auftun. Dabei sind die Einsatzgebiete ebenso verschieden wie die Zielgruppen.

"Videospiele und VR werden inzwischen erfolgreich in der Medizin eingesetzt. Vor allem für Prävention und Rehabilitation bieten sie vielfältige Einsatzmöglichkeiten – und das für jede Zielgruppe", so Klaus Mueller, Geschäftsführer von TWT Digital Health.

Funktionen von Health Games

Durch den spielerischen und innovativen Ansatz schaffen Gamification-Konzepte – gerade bei Kindern und Jugendlichen – ein besseres Verständnis für die Vorgänge im eigenen Körper sowie einen höheren Anreiz für die notwendigen Therapieübungen. Die Kombination aus Unterhaltung, Information und Neugier steigert die Motivation und kann durch das sofortige Feedback die Therapie-Adhärenz maßgeblich verbessern. Die digitale Erfassung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten ermöglicht es dann, die Übungen weiter auf den Patienten anzupassen und die Entwicklung zu überwachen.

Einsatzbereiche und Zielgruppen

Natürlich sind Health Games aber nicht nur für Kinder und Jugendliche geeignet. Auch Erwachsenen bieten sie einen leichteren Zugang zum Thema und daher vielfältige medizinische Anwendungsgebiete. Gute Beispiele lassen sich bereits in folgenden Bereichen finden:

  • Krebsbekämpfung
  • Chronische Erkrankungen
  • Rehabilitation
  • Asthmabehandlung
  • Rauchentwöhnung
  • Depressionen

Auch die medizinische Ausbildung kann vom Gamification-Einsatz profitieren. So gibt es erste virtuelle OP-Säle, in denen Fachkräfte üben können. (Quelle: Universität Oldenburg)

"Studien belegen bei regelmäßigen Spielern eine deutlich überlegenere Wirkung von Health Games zu herkömmlichen Therapieansätzen. Zum Beispiel konnte ein deutlicher Anstieg von kognitiven Fähigkeiten, wie Problemlösungskompetenz und Situationsbewusstsein nachgewiesen werden", erklärt z.B. Prof. Dr. Linda Breitlauch, Dozentin für Gamedesign an der Hochschule Düsseldorf.

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